Rico Peuker, Immobilienmakler in Dresden seit 2007
Auf dem Bau war die Schlüsselübergabe der Teil, den ich am liebsten gemacht habe. Sie geben jemandem den Schlüssel zu etwas, das ein Jahr vorher eine Wiese war. Makler bin ich später geworden, über einen guten Freund und weil mich gestört hat, wie lieblos viele Immobilien angeboten wurden. Das hier ist die Geschichte dazwischen.
Ich habe Häuser gebaut, bevor ich angefangen habe, welche zu verkaufen. Ab 1999 mit eigener Baufirma, später als GmbH mit mehreren Angestellten.
Gebaut haben wir skandinavische Holzhäuser in Rahmen- und Blockbauweise. Einfamilienhäuser von Kiel bis Trier, Saunablockhäuser für die Therme Erding und die Therme Bad Schallerbach, Bauvorhaben in Österreich und in Colorado.
Verkauft habe ich damals schon, nur etwas, das es noch nicht gab. Vor mir saßen Bauherren, die ihr ganzes Erspartes in einen Plan stecken sollten. Wer da nicht zuhören und erklären kann, bekommt keine Unterschrift. Am Ende stand die Übergabe, und dafür habe ich den Rest gern in Kauf genommen. Der Rest ging in die Knochen.
Makler wurde ich über einen guten Freund. Er hatte ein eigenes Maklerbüro, und über ihn kam ich zu Mehrfamilienhäusern und Anlageobjekten, von Erfurt über Leipzig und Chemnitz bis Magdeburg. In dieser Zeit habe ich auch selbst Wohnungen gekauft und saß als Käufer am Tisch. Mir gefiel das Unterwegssein, die Gespräche, die Häuser und die Gegenden drumherum.
Was mir nicht gefiel, waren die Anzeigen. Grottenschlechte Fotos, oft nur ein einziges, dazu eine Beschreibung, die niemand lesen wollte. Und das bei Immobilien im sechs- oder siebenstelligen Wert. Da habe ich mir gesagt: Das kann ich besser. Dazu kam ein zweiter Grund, der banal klingt und trotzdem ehrlich ist. Am Tisch ist man abends nicht dreckig.
Die Baufirma lief zuletzt als GmbH mit mehreren Mitarbeitern. Als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter habe ich sie 2006/2007 selbst liquidiert. Ordentlich aufgelöst, nicht pleitegegangen.
Ich habe Immobilienwirtschaft studiert, bin Immobilienwirt (Dipl. VWA) und arbeite seit 2007 als Immobilienmakler in Dresden, mit Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung.
Was von der Baustelle geblieben ist, hängt bei Ihnen über dem Kopf. Dresdner Altbauten tragen auf Holz. Holzbalkendecken, Holzdachstühle, in den Ortschaften Fachwerk. Genau dort sitzen die teuren Punkte: Balkenköpfe, die im Mauerwerk faulen, Hausschwamm, Hausbock, Feuchte, die oben eindringt und unten ankommt. Und wer Häuser kalkuliert hat, kennt die Preise für Material und Gewerke. Fordert ein Käufer für ein neues Dach einen Abschlag, halte ich seiner Zahl eine eigene entgegen.
Die lange Fassung steht im Interview.
„Eine Bank fragt nicht, ob ein Haus schön ist. Sie fragt, was es bringt, bis wann, und was dagegen spricht.“
Mein Arbeitsgebiet ist heute deutlich enger als damals, und das mit Absicht.
Dresden mit allen Stadtteilen und Ortschaften, Radebeul und das Elbland, dazu das nähere Umland: über Bannewitz und Kreischa über Freital und Heidenau bis Coswig, Moritzburg und Weinböhla. Seit August 2026 auch Pirna. Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen fahre ich nicht weiter. Mehrfamilienhäuser und Anlageobjekte verkaufe ich in ganz Mitteldeutschland.
Für eine belastbare Bewertung muss ich wissen, was in der Nachbarstraße gezahlt wurde, und nicht, was der Landkreisdurchschnitt sagt.
Was das bei Ihrer Immobilie ändert
Ein Käufer, der es ernst meint, bringt beim zweiten oder dritten Termin jemanden mit, der die Bausubstanz prüft. Spätestens dann liegt jeder Riss, jede feuchte Kellerecke und jede alte Leitung auf dem Tisch. Und zwar als Preisabschlag.
Ich sehe diese Punkte vorher. Ob ein Riss im Sockel eine Setzung ist oder aufgeplatzter Putz. Ob die Feuchte im Keller vom Grundwasser kommt oder vom falschen Lüften. Ob der Dachstuhl trägt oder nur so aussieht. Ob eine Elektrik von 1985 ein Nebensatz im Exposé ist oder ein fünfstelliger Kostenblock.
Was benannt ist, lässt sich einpreisen. Was niemand benennt, zieht der Käufer doppelt ab — einmal für den vermuteten Mangel und einmal für die Unsicherheit, was sonst noch kommt.
Das gilt genauso in die andere Richtung. Neues Dach, erneuerte Heizung, trockengelegte Wände: Als Aufzählung im Exposé zahlt das niemand. Erst wenn jemand erklären kann, was es kostet, wenn man es nicht hat, wird daraus Geld.
Und für die Bewertung selbst ist der Punkt derselbe. Was von der Nutzungsdauer eines Hauses noch übrig ist, ergibt sich nicht aus dem Baujahr, sondern aus dem, was seither erneuert wurde. Das ist eine Bausubstanz-Frage, keine Tabellenfrage.
Bevor ich für Eigentümer gearbeitet habe, habe ich für Banken gearbeitet. Wer Banken beliefert, gewöhnt sich Wunschzahlen ab. Ganz abgewöhnt habe ich sie mir erst durch einen eigenen Fehler.
Ein großer Teil meiner Aufträge kam über Jahre nicht von privaten Verkäufern, sondern von Aktiengesellschaften, Banken, Verwertern, Fonds und Gläubigern. Damals bundesweit, nicht nur in Sachsen. Mehrfamilien- und Zinshäuser, Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, gewerbliche Liegenschaften.
Eine Bank fragt nicht, ob ein Haus schön ist. Sie fragt, was es bringt, bis wann, und was dagegen spricht. Wer eine Frist reißt, bekommt den nächsten Auftrag nicht.
Und trotzdem habe ich genau das getan, was ich heute an meiner Branche kritisiere. Ich habe einem Eigentümer den Preis genannt, den er hören wollte, um den Auftrag zu bekommen. Es funktioniert ja erst mal. Wer bauchpinselt, bekommt den Zuschlag. Ich habe mir eingeredet, der Markt werde es schon richten.
Der Markt hat es nicht gerichtet. Nach den zwei, drei Monaten, die ich in Aussicht gestellt hatte, lag nichts vor. Aus dem Eigentümer, der sich über die hohe Zahl gefreut hatte, wurde einer, der fragte, warum nichts passiert. Zu Recht. Die Zahl war mein Versprechen, nicht seines. Dreimal ist mir so ein Maklervertrag gekündigt worden.
Seitdem rechne ich mit den beurkundeten Kaufpreisen des Gutachterausschusses, weil ich damit eine Zahl habe, die nicht meine Meinung ist. Ich sage im ersten Gespräch, wenn ich eine Vorstellung für zu hoch halte. Und ich melde mich zu dem Zeitpunkt zurück, den ich zugesagt habe, auch wenn ich nichts Erfreuliches zu berichten habe. Das kostet mich Aufträge. Es kostet mich weniger als der andere Weg.
Der Abstand zum privaten Verkauf ist kleiner, als es klingt. Wer ein geerbtes Haus in Gorbitz abwickeln muss, will am Ende dasselbe wie ein Gläubiger. Eine Zahl, auf die man sich verlassen kann, und einen Ablauf, der hält. Nur hängt bei Ihnen mehr daran als eine Position in einer Bilanz.
Ich rechne mit beurkundeten Kaufpreisen, nicht mit Portalangeboten.
Was auf den Immobilienportalen steht, sind Angebotspreise. Wunschzahlen. Was tatsächlich gezahlt wurde, steht in den Kaufverträgen beim Notar — und die wertet der Gutachterausschuss für Grundstückswerte aus.
Mit diesen Zahlen arbeite ich. Sie sind der Unterschied zwischen dem, was jemand gern hätte, und dem, was ein Käufer und dessen Bank am Ende mitgemacht haben.
Wenn Sie wissen wollen, was in Ihrer Straße gezahlt wurde, bekommen Sie das von mir im Gespräch. Nicht als Schätzung aus einem Online-Rechner, der Ihre Adresse gegen Ihre Telefonnummer eintauscht.
Ein Büro, ein Ansprechpartner
peuker_IMMOBILIEN ist ein inhabergeführtes Einzelbüro. Das ist keine Bescheidenheitsformel, sondern eine Arbeitsweise.
Die Bewertung mache ich selbst. Ich bin im Keller und auf dem Dachboden, bevor eine Zahl fällt.
Jede Besichtigung führe ich selbst. Kein Assistent, kein Praktikant. Wer Ihre Immobilie zeigt, muss die Frage nach dem Dachstuhl beantworten können, ohne zurückrufen zu müssen.
Die Verhandlung führe ich selbst, bis zum Notartermin.
Eine interne Übergabe an einen Sachbearbeiter gibt es nicht, weil es keinen Sachbearbeiter gibt. Sie sprechen mit dem, der auch verkauft.
Das klingt selbstverständlich. Im Maklergeschäft ist es das nicht.
Was Sie von mir nicht bekommen
Vier Dinge, die im Maklergeschäft üblich sind — und hier nicht vorkommen.
Fehler Nr. 1: Zu hoher Startpreis, nur um den Auftrag zu bekommen
Ein zu hoch angesetzter Preis kostet Sie die ersten Wochen, in denen eine Immobilie die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Danach verhandeln Sie aus der schwächeren Position — und das merkt jeder.
Kein Nachfassen im Wochentakt
Wenn Sie Bedenkzeit brauchen, nehmen Sie sich die. Manche Eigentümer melden sich Monate später wieder. Das ist völlig in Ordnung.
Keine große Show
Ich bin kein lauter Typ. Was ich Ihnen sage, ist eher zurückhaltend formuliert als zugespitzt — auch dann, wenn die Zahl gut ist.
Keinen Auftrag um jeden Preis
Wenn ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn ergibt, sage ich Ihnen das. Ich arbeite allein und kann nicht beliebig viele Objekte gleichzeitig betreuen — lieber weniger, dafür jedes selbst.
Häufige Fragen zu peuker_IMMOBILIEN
Arbeiten Sie allein?
Was kostet ein Erstgespräch?
Warum kein großes Büro?
Was heißt „Immobilienwirt (Dipl. VWA)“?
Erstellen Sie auch schriftliche Wertgutachten?
Nehmen Sie jeden Auftrag an?
Mit mir wird es ehrlich. Nicht jeder will das.
Zwei Spalten, keine Werbung. Wenn Sie sich rechts wiederfinden, sage ich es Ihnen im ersten Gespräch sowieso. So sparen wir uns beide die Zeit.
Dann passen wir zusammen
- Drei Makler waren schon da, einer lag deutlich über den anderen. Und Sie wollen wissen, warum.
- Im Keller ist ein Feuchtefleck, auf dem Dachboden ein Balken, der Ihnen nicht gefällt. Sie wollen wissen, was das kostet, bevor ein Käufer es schätzt.
- Sie haben zu dritt geerbt, und jeder hat eine andere Zahl im Kopf. Sie brauchen eine, die alle nachrechnen können.
- Die Entscheidung ist gefallen, Sie verkaufen. Nicht mal gucken, was so geht, sondern richtig.
- Sie wollen Tacheles statt Wischiwaschi. Einen, der sagt, was Sache ist, auch wenn Sie es anders hören wollten.
Dann nehmen Sie besser einen anderen
- Sie suchen den Makler mit der höchsten Zahl. Die bekommen Sie woanders. Halten muss sie dann aber auch ein anderer.
- Sie wollen „erst mal inserieren und den Markt testen“. Ein verbranntes Inserat bekommt man nicht zurück.
- Der feuchte Keller soll im Exposé nicht vorkommen. Er kommt vor. Verschwiegen kostet er Sie später den ganzen Verkauf.
- Die Provision soll komplett der Käufer zahlen. Bei Haus und Eigentumswohnung geht das seit Dezember 2020 nicht mehr.
- Sie stehen auf Märchen und wollen, dass man Ihnen eins erzählt. Zum Beispiel das von der Preisgarantie. Die gibt es bei mir nicht, weil ich den Markt nicht kontrolliere.
Mehr links als rechts? Dann rufen Sie an. Wir fangen mit der Zahl an.
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