Immobilienmakler für Schönfeld und das Schönfelder Hochland: wo Dresden aufhört, Stadt zu sein
Rico Peuker ist Immobilienmakler für Schönfeld und die elf Dörfer des Schönfelder Hochlands, seit 2007 in Dresden. Das Baulandangebot ist dort binnen eines Jahres von 110 auf 26 Grundstücke eingebrochen, die Zahl der verkauften Häuser stieg zugleich von 41 auf 55. Kein anderer Teil Dresdens hat eine so drastische Verknappung erlebt, und für Eigentümer ist genau das die Nachricht.
Das Schönfelder Hochland ist die größte und ländlichste Ortschaft Dresdens: elf Dörfer auf der Hochfläche östlich der Stadt, dazwischen Felder, Wald und die Täler von Wesenitz und Prießnitz. Schönfeld mit seinem Schloss, Eschdorf, Gönnsdorf, Helfenberg, Cunnersdorf, Rossendorf, Borsberg, Malschendorf, Reitzendorf, Zaschendorf und Krieschendorf.
Hier wird nicht mit Wohnungspreisen gerechnet. 2025 wurden in diesen elf Gemarkungen zusammen drei Wohnungen gehandelt — und 27 Häuser. Wer hier verkauft, verkauft ein Haus, einen Hof oder ein Stück Land.
Und er verkauft in einem Markt, in dem sich gerade etwas Grundlegendes verschoben hat.
Die eine Zahl, die Sie kennen müssen
| Teilmarkt (Ortschaft Schönfeld-Weißig gesamt) | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Unbebaute Grundstücke (Bauland) | 110 | 26 | −76 % |
| Bebaute Grundstücke (Häuser) | 41 | 55 | +34 % |
| Wohnungen / Sondereigentum | 95 | 83 | −13 % |
Ordnen wir das ein. 2024 entfielen 110 der stadtweit 435 erfassten unbebauten Grundstücke auf das Schönfelder Hochland, rund ein Viertel des Dresdner Baulandmarktes. 2025 waren es noch 26 von stadtweit 361, also gut sieben Prozent. Der Rückgang fällt fast vollständig auf Eschdorf, Schullwitz und Weißig.
Gleichzeitig stieg die Zahl der verkauften Häuser um ein Drittel.
Was das für Ihren Verkauf bedeutet: Wer hier ein Haus sucht, findet immer weniger die Alternative, stattdessen zu bauen. Das verschiebt Nachfrage vom Bauplatz auf den Bestand. Für Eigentümer eines vorhandenen Hauses ist das eine gute Ausgangslage — für Eigentümer einer Baulandreserve ebenfalls, aber aus dem umgekehrten Grund: Knappheit.
Was es nicht bedeutet: dass die Preise automatisch steigen. Das steht so nicht in den Zahlen, und ich behaupte es nicht. Rückgänge bei den Fallzahlen können auch heißen, dass ein großes Baugebiet abverkauft ist und die Vorjahreszahl ein Ausreißer war. Was gesichert ist: Das Angebot ist heute deutlich enger als vor einem Jahr.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026, Anlage 1 — Immobilienübergänge nach Ortschaften (Datenjahr 2025).
Was im Schönfelder Hochland tatsächlich gehandelt wurde
| Gemarkung | Bauland 2025 | Häuser 2025 | Wohnungen 2025 |
|---|---|---|---|
| Gönnsdorf | 1 | 10 | 0 |
| Cunnersdorf | 1 | 6 | 0 |
| Eschdorf | 3 | 4 | 0 |
| Helfenberg | 1 | 3 | 0 |
| Reitzendorf | 2 | 2 | 0 |
| Schönfeld | 4 | 1 | 2 |
| Malschendorf | 1 | 1 | 1 |
| Borsberg, Krieschendorf, Rossendorf, Zaschendorf | 0 | 0 | 0 |
| Zusammen (Hochland) | 13 | 27 | 3 |
Für Wohnungseigentum weist der Gutachterausschuss in keiner dieser elf Gemarkungen einen Preis aus. Für die gesamte Ortschaft Schönfeld-Weißig — also einschließlich Weißig, Pappritz und Schullwitz — reicht die Weiterverkaufsspanne von 1.285 bis 3.255 Euro je Quadratmeter. Der auswertbare Teil davon stammt fast vollständig aus Weißig: 29 Kauffälle, Median 2.105 €/m². Die Zahlen zu Weißig stehen auf der Weißig-Seite, die zu Pappritz und Schullwitz auf der Elbhänge-Seite.
Für das Hochland selbst gilt: keine Wohnungsdaten, nur Einzelbewertung. Das sage ich lieber offen, als eine Zahl zu nennen, die aus einem anderen Ort stammt.
Quelle: Gutachterausschuss Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026, Anlage 1 (Datenjahr 2025).
Was unterscheidet Schönfeld von Weißig beim Verkauf?
Schönfeld ist der namensgebende Ort der Ortschaft Schönfeld-Weißig, aber nicht ihr größter Teilmarkt. In der Gemarkung Schönfeld wurden 2025 vier Baugrundstücke, ein Haus und zwei Wohnungen gehandelt. Weißig ist mit 29 ausgewerteten Kauffällen der aktivste Ort der Ortschaft und hat deshalb eine eigene Seite. Diese Seite behandelt Schönfeld selbst und die zehn kleineren Hochlanddörfer; in diesen elf Gemarkungen wechselten 2025 zusammen 27 Häuser den Eigentümer.
Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026, Anlage 1 — Immobilienübergänge nach Ortschaften und Gemarkungen (Datenjahr 2025), abgerufen 30.09.2026.
Die Zahl, die für Ihr Haus wirklich zählt
Für Eigenheime wertet der Gutachterausschuss nach Wohnlage aus. Für die Dörfer des Hochlands ist das die einzige belastbare Grundlage — und die Tabelle enthält den wichtigsten Satz, den ein Eigentümer hier oben lesen kann:
| Wohnlage | Kauffälle 2025 | Median Grundstück | Median Kaufpreis | €/m² Wohnfläche |
|---|---|---|---|---|
| sehr gut | 9 | 810 m² | 770.000 € | 4.665 |
| gut | 52 | 730 m² | 490.000 € | 4.125 |
| mittel | 73 | 695 m² | 405.000 € | 3.420 |
| einfach | 3 | 685 m² | 420.000 € | 2.475 – 4.110 |
| dörflich (Plan) — Eigenheimgebiet ab 1990 | 3 | 975 m² | 695.000 € | 3.055 – 4.390 |
| dörflich (Bestand) — alter Dorfkern | 6 | 630 m² | 240.000 € | 2.085 |
| alle Lagen | 146 | 715 m² | 440.000 € | 3.750 |
Der Gutachterausschuss unterscheidet in dörflichen Lagen ausdrücklich zwischen den nach 1990 entstandenen Eigenheimgebieten — „dörflich (Plan)“ — und den ursprünglichen Dorfgebieten — „dörflich (Bestand)“.
Zwischen beiden liegt beim Kaufpreis der Faktor drei: 695.000 Euro gegen 240.000 Euro im Median.
Beide Häuser stehen im selben Dorf. Beide haben Feldblick. Und trotzdem sind es zwei verschiedene Märkte mit zwei verschiedenen Käufergruppen.
Deshalb beginnt jede Bewertung hier mit der Frage, in welcher der beiden Welten Ihr Objekt steht. Ein Bauernhaus am Anger ist kein Neunziger-Jahre-Eigenheim am Ortsrand — auch wenn beide dieselbe Postleitzahl haben.
Die Fallzahlen sind mit drei und sechs klein, und ich sage das dazu. Der Größenunterschied zwischen den Kategorien ist trotzdem so deutlich, dass er die Bewertungsrichtung vorgibt.
Quelle: Gutachterausschuss Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026, Preisspiegel für den individuellen Wohnungsbau, freistehende Einfamilienhäuser im Bestand (Datenjahr 2025).
Was hier über den Preis entscheidet
Dorfkern oder Eigenheimgebiet. Der stärkste Einzelfaktor, siehe oben.
Bausubstanz alter Höfe. Dachstuhl, Statik, Fachwerk, Feuchte im Sockelmauerwerk, Elektrik, Heizung, Schwamm. Bei Drei- und Vierseithöfen entscheiden diese Punkte über sechsstellige Beträge — und sie entscheiden vor allem darüber, ob ein Käufer die Finanzierung überhaupt bekommt. Als früherer Bauunternehmer im Holzbau beurteile ich das vor Ort, bevor eine Zahl im Raum steht.
Nebengebäude: Wert oder Last. Scheunen, Ställe, Remisen. Für den einen Käufer der Grund zu kaufen — Werkstatt, Pferde, Homeoffice im Ausbau. Für den anderen ein Abrissposten mit fünfstelligen Kosten. Wie man das darstellt, entscheidet über den Preis. Ich zeige beides ehrlich und suche dann gezielt den Käufer, für den es ein Wert ist.
Grundstücksgröße, Zuschnitt und Teilbarkeit. Im Hochland sind die Grundstücke groß, oft mit angrenzenden Wiesen- oder Ackerflächen. Ob sich etwas abtrennen lässt — und ob das nach Bebauungsplan und Erschließung überhaupt geht — kann den Gesamterlös erheblich verändern. Gerade jetzt, wo Bauland knapp ist.
Landwirtschaftliche Flächen. Wer Acker oder Wiese mitverkauft, verkauft einen anderen Teilmarkt mit anderen Preisen und anderen Käufern. Das gehört getrennt bewertet, nicht in eine Summe geworfen.
Erschließung. Abwasserkanal oder Kleinkläranlage, Gas oder Öl, Glasfaser oder nicht. In den Hochlanddörfern ist nichts davon selbstverständlich. Jeder fehlende Anschluss ist ein Verhandlungspunkt des Käufers — und ein geklärter Anschluss ein Argument.
Anbindung. Ohne Auto geht hier wenig, und das weiß jeder Käufer. Entscheidend sind Fahrzeit nach Dresden, Buslinie und Schulweg. Wer diese Punkte konkret beantwortet statt zu beschönigen, nimmt dem Einwand die Kraft.
Rossendorf — der Arbeitgeber vor der Haustür
In der Gemarkung Rossendorf liegt der Hauptcampus des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), einer der großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutschlands. An allen Standorten des Zentrums arbeiten insgesamt rund 1.500 Beschäftigte, davon etwa 680 in der Wissenschaft.
Für den Immobilienmarkt des Hochlands ist das ein realer Faktor: Ein Teil dieser Beschäftigten sucht Wohnraum in erreichbarer Nähe — und die Hochlanddörfer liegen näher am Campus als jeder Dresdner Stadtteil.
Eine Preiswirkung leite ich daraus nicht ab. In Rossendorf selbst wurde 2025 keine einzige Immobilie gehandelt; belegbare Zahlen gibt es also nicht. Was sich sagen lässt: Es gibt hier oben eine Nachfragegruppe, die viele Verkäufer gar nicht auf dem Schirm haben — und die man gezielt ansprechen kann.
Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft, Zentrumsprofil HZDR.
Die einzelnen Orte
Gönnsdorf — mit zehn verkauften Häusern der mit Abstand aktivste Teilmarkt des Hochlands 2025. Gewachsener Ortskern und Eigenheimgebiete, gute Anbindung Richtung Bühlau.
Cunnersdorf — sechs Hausverkäufe, ein Baugrundstück. Ruhige Lage in der Nähe des Schönfelder Schlosses.
Eschdorf — der östlichste Ort der Ortschaft am Übergang ins Wesenitztal. 2025 drei Baugrundstücke und vier Häuser. Im Vorjahr war Eschdorf mit 18 Baugrundstücken einer der Motoren des Baulandbooms — jetzt ist auch hier deutlich weniger Bewegung.
Helfenberg — Helfenberger Grund, Reste der Burganlage, Tallage mit besonderem Charakter. Drei verkaufte Häuser.
Schönfeld — der namensgebende Ort mit Schloss und Schulstandort. 2025 vier Baugrundstücke, ein Haus, zwei Wohnungen.
Reitzendorf und Malschendorf — kleine Dörfer mit ein bis zwei Übergängen im Jahr. Für Statistik zu wenig, für eine saubere Einzelbewertung reicht meine Ortskenntnis.
Borsberg, Krieschendorf, Rossendorf, Zaschendorf — 2025 keine erfassten Übergänge. Hier gibt es keine Marktdaten, nur Einzelbewertung anhand vergleichbarer Lagen. Das sage ich offen, statt eine Zahl zu erfinden.
Bauland und Grundstücke verkaufen im Hochland
Weil der Bodenwert hier oben einen großen Teil des Kaufpreises trägt, ist die Baulandfrage für viele Eigentümer die eigentliche Frage.
Stadtweit wurden 2025 51 Baugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser ausgewertet. Der durchschnittlich gezahlte Preis lag bei 360 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche, rund zwölf Prozent über dem Vorjahr (2024: 320 Euro). Die Spanne reichte von 130 bis 795 Euro. In der Zeitreihe des Gutachterausschusses liegt der Median 2025 bei 326 Euro je Quadratmeter, ausgewiesen aus 50 Kauffällen und als vorläufig gekennzeichnet. Nach Wohnlage: 510 Euro (sehr gut), 350 Euro (gut), 320 Euro (mittel).
Der Gutachterausschuss schränkt selbst ein: Die 2025 gehandelten Grundstücke lagen im Schnitt in besserer Wohnlage als die des Vorjahres. Die zwölf Prozent sind also nicht eins zu eins ein Preisanstieg für ein und dasselbe Grundstück. Für das Hochland heißt das: Die stadtweiten Werte sind eine Orientierung, mehr nicht. Verlassen Sie sich auf eine Bewertung, die Ihr konkretes Grundstück ansieht.
Quelle: Gutachterausschuss Dresden, Grundstücksmarktbericht 2026, Kapitel 2.1.2 und 4.1.1 (Datenjahr 2025).
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Häufige Fragen
Was ist mein Haus im Schönfelder Hochland wert?
Das entscheidet zuerst die Frage, ob es im alten Dorfkern oder im Eigenheimgebiet der Neunziger steht. Stadtweit liegt der Median für freistehende Einfamilienhäuser im Bestand bei 440.000 Euro, in dörflicher Bestandslage bei 240.000 Euro, in dörflicher Planlage bei 695.000 Euro. Welche Kategorie für Sie gilt, sehe ich bei der Besichtigung.
Warum nennen Sie keinen Quadratmeterpreis für mein Dorf?
Weil es keinen gibt. In den elf Hochland-Gemarkungen wurden 2025 drei Wohnungen gehandelt. Daraus lässt sich nichts ableiten, und der Gutachterausschuss weist deshalb auch nichts aus. Eine erfundene Zahl würde Ihnen nicht helfen — eine belastbare Einzelbewertung schon.
Das Bauland ist um 76 Prozent eingebrochen. Sollte ich jetzt verkaufen?
Der Rückgang zeigt, dass das Angebot knapper geworden ist — nicht automatisch, dass die Preise steigen. Es kann auch bedeuten, dass ein großes Baugebiet abverkauft ist. Was Sie tun sollten, hängt von Ihrem Objekt und Ihrer Situation ab, nicht von einer Statistik. Genau darüber rede ich mit Ihnen, bevor irgendetwas inseriert wird.
Ich habe einen alten Hof mit Scheune und Stall. Ist das ein Nachteil?
Nur für den falschen Käufer. Für den richtigen ist es der Grund zu kaufen. Entscheidend ist, dass der Zustand ehrlich dokumentiert ist — Dach, Statik, Feuchte — und dass gezielt die Zielgruppe angesprochen wird, die mit Nebengebäuden etwas anfangen kann. Genau das mache ich, statt breit zu inserieren und auf Zufall zu hoffen.
Zu meinem Grundstück gehören Wiese und Acker. Wie wird das bewertet?
Getrennt. Landwirtschaftliche Flächen sind ein eigener Teilmarkt mit eigenen Preisen und eigenen Käufern. Sie in eine Summe mit dem Hausgrundstück zu werfen, kostet in der Regel Geld.
Wie lange dauert ein Verkauf hier oben?
Länger als in der Stadt, weil der Käuferkreis kleiner ist. Bei 27 Hausverkäufen im Jahr über elf Dörfer wartet man nicht auf den nächsten Interessenten, man sucht ihn. Dafür sind die Käufer, die kommen, entschieden.
Soll ich vor dem Verkauf sanieren?
Bei alter Hofsubstanz fast nie vollständig. Käufer solcher Objekte haben eigene Vorstellungen und zahlen selten für Zwischenlösungen. Ich rechne Ihnen durch, welche Maßnahme sich tatsächlich im Preis niederschlägt — meist sind es Dach, Statik und Haustechnik, nicht die Optik.
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Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft, Zentrumsprofil Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.